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Salut, kaum ist morgen der Muttertag vorbei, wird auch schon die Wichtigkeit der Mutter vergessen.

Viele Schimpfen vielleicht es sei nur ein weiterer Tag der Konsumgesellschaft, um dem Verbrauch zu frönen. Auf jeden Fall verdienen sich die Floristen an diesem Tag eine goldene Nase, denn die Muttertagswoche zählt nach wie vor zu den Umsatzstärksten in dieser Branche.

Die Idee des Muttertages geht jedoch auf Anna Marie Jarvis zurück, eine US-Frauenrechtlerin, die 1907 Ihrer Mutter gedenken und zugleich auf die Probleme vieler Frauen aufmerksam machen wollte. Die Idee wurde erst 1923 in Deutschland aufgegriffen. Vom „Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber“!!! Und so nahm die tragische Geschichte des Mutterkonsumtages ihren Lauf!

Natürlich wollen Mütter Blumen und sie wollen auch geehrt werden, denn Mutter sein ist ein hartes Geschäft. Mal abgesehen davon, dass die Aufgaben einer Mutter als etwas völlig Selbstverständliches abgetan werden, darf man nicht vergessen wie es Gesellschaftlich um uns steht. Wir werden bei der Rente benachteiligt, Mutter sein ist ja keine Erwerbstätigkeit. Nehmen wir uns die ersten zwei Jahre Elternzeit, so laufen wir Gefahr finanziell aus dem letzten Loch zu pfeifen. Ausser wir haben einen reichen Mann, der uns unterstützt. Wir machen uns also abhängig!! Wie war das noch mal mit der Gleichberechtigung???

Aber auch die hart arbeitenden Mütter haben das Nachsehen. Laut eines Dosiers der Bundeszentrale für politische Bildung bekommen Frauen im Durchschnitt für vergleichbare Arbeit immer noch weniger Geld als Männer und übernehmen ein Großteil der unbezahlten Haus-, Erziehungs- und Pflegearbeiten. Da hilft auch keine Frauenquote, denn die Mehrheit der Frauen arbeiten nun mal nicht an der Spitze! Und ausserdem, wieso braucht man erst eine Quote um etwas zu bewegen?

Wie kommen wir aus diesem Schlamassel raus? Man könnte damit anfangen das Bewusstsein der Menschen zu diesem Thema weiter zu schärfen. Eine sehr schöne Aktion war da der „Brief einer berufstätigen Mutter an…“.
Mehr Kitaplätze wären da sicherlich auch nicht verkehrt…vom Arbeitgeber bezahlt! Neue Gehaltsmodelle (Teilzeit bei vollem Gehalt für ein halbes Jahr), wie es ein Telekommunikationskonzern kürzlich präsentierte, könnten einen Schritt in die richtige Richtung tun. Oder sogar eine Gehaltserhöhung, wenn sich die Mutter dazu verpflichtet nach dem Mutterschutz wieder einzusteigen?? Ideen gibt es.

Für den Anfang würde es uns aber schon reichen, wenn man uns mit etwas mehr Respekt begegnet. Wir haben genug gehört! Eine Mutter die sich entschließt zu Hause zu bleiben ist kein „Heimchen am Herd“ und eine arbeitende Mutter ist keine „Rabenmutter“!!!

Schreibt mir in die Kommentare, welche Ideen ihr für die Mütter habt? Ich bin gespannt!

Atā!

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Ein Kommentar zu “MAMA ANTE PORTAS!

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