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Salut les amis,

nach einigen Tagen Ruhepause möchte ich nun wieder berichten, was mich so bewegt.

Ich habe die freien Tage genutzt, um mich von aussen berieseln zu lassen und zu sehen, wo die Reise mit uns homo sapiens hingeht.

Ich beobachte seit einigen Jahren einige Trends, die ich sehr begrüße. Die Menschen werden immer grüner, immer langsamer und trennen sich von all ihrem Hab und Gut. Im Englischen nennt man das green up, slow movement und downshifting.

Im Downshifting geht es darum, sich das Leben zu vereinfachen, in dem man sich von allem Ballast trennt und bewusst auf Konsum verzichtet. Einfach leben!! Im doppelten Sinne des Wortes. Verwechseln darf man dieses „Runterfahren“ jedoch nicht mit Selbstkasteiung. Im Gegenteil, man sucht nach Genuss im Wesentlichen. Reduktion auf das Wesentliche ist das Motto. Darauf zu achten, was man tatsächlich braucht kann Anfangs Zeit in Anspruch nehmen, die dazu gewonnene Zeit am Ende dieses Prozesses zahlt sich jedoch aus.

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Der Slow Movement propagiert die „Entdeckung der Langsamkeit“ in allen Lebenslagen, um das Leben zu entstressen, zu entschleunigen und es so wieder menschenfreundlicher zu machen. Die Anhänger dieser Bewegung haben individuell unterschiedliche Prioritäten die von Motorfreien Städten und flexiblen Arbeitszeiten über Homeschooling bis hin zu slow food gehen können. Gemeinsam haben sie aber den Wunsch wieder bewusster und gesünder zu leben. Lernen seine Zeit zu verschwenden, wobei verschwenden hier als etwas Positives gesehen werden muss. Man tut nicht Nichts, sondern, das was man tut, eben viel bewusster und langsamer.

Die Deutschen sind an vorderster Front des Green up-Wandels und haben im Environmental Performance Index 2014 (http://epi.yale.edu/) den 6 Platz belegt. Aber auch für uns Deutsche gibt es noch viel zu tun um unseren Planeten zu erhalten. Umweltbewusst zu leben greift in viele Bereiche. Der Environmental Performance Index umfasst Umweltgesundheit, Luftqualität, Wasser, Biodiversität, natürliche Ressourcen und Energie. Dementsprechend bewusst muss man sich machen, welche Folgen unser Handeln hat. Kaufe ich nun den günstigen tiefgekühlten Fisch oder den etwas Teureren mit Nachhaltigkeitssiegel. Ist dieses Siegel zuverlässig? Gehe ich zum Discounter oder doch lieber zum Wochenmarkt? Kaufe ich saisonal oder achte ich nicht darauf und möchte immer Alles und zu jeder Zeit verfügbar haben? Trinke ich Wasser aus Flaschen oder aus der Leitung? Habe ich einen eigenen Wagen oder beteilige ich mich an einem Carsharing-Modell? Oder fahre ich Fahrrad? Aber auch Konzerte und Festivals haben Einfluss auf den Klimawandel. Ganz verzichten möchte man nicht auf solche Freizeitaktivitäten und so spriessen immer mehr Green-Festivals aus der Erde. All das und noch viel mehr kann der Erhaltung unseres Planeten zu gute kommen. Grün sein ist Chic! Ein ganz neuer Trend sind Geschäfte, die Produkte ohne Verpackung verkaufen. Thumbs up dafür, denn Verpackungen braucht keiner. Es gibt Aufbewahrungsboxen, Tupperware und Co. Also noch ein Grund zu entrümpeln.

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Ich persönlich versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten mein Leben anzupassen und auch bewusster, langsamer und grüner zu leben. Ich entrümple, räume immer wieder neu um, denke mehrmals darüber nach, was ich wirklich brauche. Meine Einkäufe werden von Bio, Nachhaltigkeit und Fair Trade beeinflusst. Ich habe mich entschieden, all die Dinge aus meinem Leben zu verbannen, an die ich nicht täglich denke. Schon ganz bald! Vielleicht ändere ich auch noch meine Meinung, vielleicht packt mich an einem Tag aber die Downshifting Wut und ich verschenke alles. Das Schöne ist, ich nehme mir die Zeit des slow movements und gehe mit all diesen Gedanken noch schwanger. Es ist keine leichte Entscheidung und ich werde sicher keine Extremanhängerin dieser Bewegungen. Es fällt auch nicht immer leicht vor allem dem Konsum voll zu entsagen, aber man spürt, dass sich etwas ändern muss und im Begriff ist sich zu ändern.

Minimalismus zieht sich auch durch den Fashionsektor. Wer also ein echter Minimalist werden möchte muss nicht auf Geschmack verzichten:
https://charmeundmelone.wordpress.com/2015/06/12/the-look-of-minimalism/

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So viele positive Bewegungen gibt es noch, die ich hier nicht alle aufzählen kann. Vielleicht noch das der Trend in Richtung sozial menschlicheres Handeln geht. Alle Trends, Bewegungen haben auf jeden Fall das Ziel unser Leben wieder lebenswerter zu machen und das finde ich top! Die Gefahr dabei ist jedoch, dass es nur ein Trend bleibt und irgendwann wieder in der Schublade landet! Hoffen wir es nicht!

Atā!

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2 Kommentare zu “DOWN SHIFTING/ SLOW MOVE-MENT/ GREEN UP

  1. Pingback: THE LOOK OF MINIMALISM | Charme und Melone

  2. Pingback: DIE KAFFEE-SATZ PHILO-SOPHIE | Charme und Melone

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