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…UND LEIDER AUCH KRANK!

Salut,

ich habe einige gute Berichte zusammen gefasst zum Thema Zucker und möchte diese mit Euch teilen. Wir selbst passen sehr auf Zuckerkonsum auf, verzichten jedoch nicht vollständig, dafür hat Essen einen zu großen Stellenwert in unserem Leben. Mit all den französischen mille feuille, macarons, éclairs sowie den armenischen Baklava ist es manchmal schwer zu verzichten. Gerade Kinder kennen kein Stop.

Es ist ein Lernprozess des Körpers bis Kinder sich eher für eine andere Energiequelle entscheiden. Und der Körper ist lernfähig. Interessanterweise lechzen meine Kinder immer nur nach etwas Süßem wenn sie hungrig sind. Also immer kurz vor dem Essen. Deshalb ist es so wichtig, dass Kinder zu geregelten Uhrzeiten essen. Sobald sie gegessen haben ist der Wunsch nach etwas Zuckerhaltigem gedämpft.

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Kinder besonders im Alter ab 3 Jahren bis ungefähr 6 Jahren verstärkt nach Zucker fragen, da sie in dieser Zeit exponentiell schnell wachsen und der Energieverbrauch ansteigt, da es eine sehr aktive Phase in ihrem Leben ist. Das Wachstum im Stirnlappen (Denken, Planen, Urteilsvermögen, Aufmerksamkeit) zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr ist am größten. Das Kind kann ab dem 3, 4 Lebensjahr auf das Gedächtnis zurück greifen, was einen Großteil des Energieverbrauches ausmacht. Das Hirn braucht Nahrung!!

Gesunde Hirnnahrung 

(ein Auszug aus http://derstandard.at/1296696648428/Hirnnahrung-Gesunde-Ernaehrung-macht-Kinder-klueger)

„In den Entwicklungsphasen der Kindheit braucht das Gehirn besonders viele Nährstoffe“, betont Axt-Gadermann. Eine zentrale Rolle spielen dabei Omega-3-Fettsäuren, die etwa in Fisch und Meeresfrüchten, jedoch auch in pflanzlichen Ölen enthalten sind. Für Denkleistung in der Schule sei etwa die Versorgung mit komplexen Kohlehydraten wichtig, für mathematische Fähigkeiten auch die ausreichende Eisen-Zufuhr.

Die Schulleistung steht generell in engem Zusammenhang mit der Ernährung, so Axt-Gadermann. „Kinder, die morgens das Haus ohne Frühstück verlassen, haben schlechtere Ausgangsbedingungen. Zudem bringen Schüler dann messbar bessere Leistungen, wenn sie vom Lehrer regelmäßig zum Wassertrinken aufgefordert werden.“

Eltern, die sich um einen gesunden Lebensstil ihrer Kinder kümmern, könnten deren Leistung damit „mindestens um eine Notenstufe“ verbessern, so das Credo der Expertin. „Dazu gehören weiters auch ausreichend Schlaf und Bewegung, eine Beschränkung der Mediennutzung und genug Zeit für das gemeinsame Gespräch oder das Vorlesen.“

Kommen wir zu der Süßen Versuchung:

Mit Zuckerkonsum zum richtigen Zeitpunkt werden körperliche Anstrengungen weniger unangenehm empfunden. Auch der deutsche Lebensmittelchemiker Udo Pollmer beschrieb in seinem wissenschaftlich fundierten Buch «Prost Mahlzeit» einige pharmakologische Wirkungen der «Droge» Zucker:

Zucker liefert nicht nur leere Kalorien für den Körper, sondern beeinflußt nachhaltig unsere Psyche. Zucker beruhigt. Säuglinge schreien weniger mit Zucker im Fläschchen. Sobald ihr Mund Süßes wahrnimmt, verstummen sie. Mit Zucker schlafen viele Menschen besser durch und ertragen leichter Schmerzen.

Zucker hebt die Stimmung und macht abhängig, weil er in den Stoffwechsel einer bestimmten Substanz im Gehirn eingreift: des Serotonins. Serotonin ist ein Bote im Gehirn, der uns Wohlbefinden vermittelt. Im übertragenen Sinne meldet Serotonin die guten Nachrichten. Wieviel Serotonin sich im Gehirn befindet, hängt unter anderem davon ab, was wir essen. Wenn wir Zucker naschen, so schüttet der Körper Insulin aus. Das lnsulin sorgt dafür, dass im Gehirn Serotonin entsteht.

Depressive leiden an einem Mangel an Serotonin, und fast alle Psychopharmaka manipulieren den Serotoninstoffwechsel. Auch im Labor funktioniert das: die Serotoninvorstufe Tryptophan, in Verbindung mit Zucker verabreicht, löst eine milde Euphorie aus.

Die Chemie der Lebenslust 

Serotonin wird nicht aus Zucker gebildet, sondern – so paradox es klingen mag – aus einem Eiweissbaustein, der Aminosäure Tryptophan. Doch bevor daraus Serotonin entstehen kann, muss das Tryptophan erst einmal ins Gehirn gelangen, und das ist gar nicht so einfach. Denn es benötigt an der »Grenze«, der Blut-Hirn-Schranke, erst einmal eine Transporthilfe, ein »Taxi«, das es ins Gehirn befördert. Und dieses »Taxi« transportiert nun nicht nur Tryptophan, sondern auch noch andere Aminosäuren.

Gewöhnlich ist Tryptophan ein selten gesehener Fahrgast, weil unser Nahrungseiweiss davon nur anderthalb Prozent enthält. Das ändert sich, wenn wir Süsses naschen. Dann stellt unser Körper Insulin bereit, um den rasch ins Blut strömenden Zucker zu verarbeiten. Das Insulin entfernt nicht nur den Zucker aus dem Blut, sondern versorgt auch die Muskeln mit Aminosäuren. Dadurch sinkt deren Gehalt im Blut, und es drängeln sich nicht mehr so viele an der Blut-Hirn-Schranke ins Taxi. Eine Ausnahme bildet das Tryptophan. Es wird im Blut zurückgehalten, so dass seine Konzentration gleich bleibt. Deshalb kann nun das Tryptophan mehr Sitzplätze im »Taxi« ergattern.

In der Folge gelangt mehr Tryptophan ins Gehirn, und dadurch wird mehr Serotonin gebildet. Essen wir nun statt Kohlenhydraten viel Eiweiss, so tritt genau der gegenteilige Effekt ein. Dann erhöht sich die Masse an Aminosäuren. Das seltene Tryptophan hat nur noch wenig Chancen, ins Gehirn zu gelangen.

Guter Zucker, böser Zucker

Süssigkeiten haben die Fähigkeit, unser Wohlbefinden zu steigern. Die Kombination von Kohlenhydraten und Fetten stimuliert das Hormonsystem, welches für das seelische Wohlbefinden verantwortlich ist, und wirkt damit leicht antidepressiv. Ausserdem verbessern kleinere Mengen an Kohlenhydraten als Zwischenmahlzeiten das Reaktionsvermögen sowie die Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit.

Serotonin ist ein sogenannter Neurotransmitter. Neurotransmitter sind Boten, die im Gehirn Informationen von Zelle zu Zelle übertragen. Eine ganze Reihe solcher chemischer Botenstoffe sind schon bekannt. Serotonin beeinflusst den Schlaf-Wach-Rhythmus, unser Sexualverhalten, die Aggressionen, Impulsivität, Gedächtnis, Selbstmordneigung, Appetit, Angst und natürlich unser Lebensgefühl.

Zucker ist also nicht gleich Zucker. Süßer Industriezucker wie wir ihn in Kuchen, Bonbons oder einem Milchshake kennen, besteht aus leicht aufzuspaltenden Kohlenhydraten. Sie gehen schnell ins Blut, machen aber nicht richtig satt. Denn der rasche Anstieg des Blutzuckers führt dazu, dass die Bauchspeicheldrüse schnell und viel Insulin ausschüttet.

Das Insulin transportiert den Zucker in die Zellen und senkt so den erhöhten Blutzucker wieder ab. Gleichzeitig triggert der hohe Insulinspiegel im Blut das Signal „Hunger“ im Gehirn – und führt dazu, dass weiter und erneut gegessen wird.

Besser für den Körper sind komplexe Kohlenhydrate wie Ballaststoffe oder faserreiche Kost, die erst nach und nach verdaut werden. Sie finden sich eher in naturbelassenen Lebensmitteln wie Vollkornbrot, Rohkost und Hülsenfrüchten. Zum einen ist der Darm damit länger gefüllt. Der gedehnte Darm sendet an das Gehirn Informationen, dass er gesättigt ist. Andererseits gelangen die Nährstoffe nur langsam ins Blut, überschießende Hormonreaktionen wie der rasche Insulinanstieg bleiben aus.

Zucker und seine Namen auf einen Blick:

Saccharose
=
Haushaltszucker
Glukose
=
Traubenzucker
Glukosesirup
=
Traubenzucker und Wasser
Dextrose
=
Traubenzucker
Invertzucker
=
Trauben- und Fruchtzucker
Maltose
=
Malzzucker
Fruktose
=
Fruchtzucker
Laktose
=
Milchzucker

Wenn Ihr Euch noch weiter über Zucker informieren wollt kann ich auch noch folgenden Link empfehlen: http://www.hausnet.ch/alle-ratgeber-zeigen/essen-trinken/zucker-und-seine-vielfaeltigen-formen/insulin-und-kohlenhydrate-naeher-erklaert

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links and list of sources:
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