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Wenn es ein „Klein Armenien“ in Syrien gibt, um es mit den Worten von Edward Nalbandian zu sagen, so gibt es auch ein „Klein Syrien“ in Armenien.

Das Südkaukasische Land hat über den Sommer 2.500 Flüchtlinge aufgenommen und verteilt weiterhin Visa und armenische Reisepässe an syrische Armenier.

Noch vor der großen Flucht in die Europäische Union, strömten Syrer, zumeist Syrer Armenischer Herkunft, nach Armenien. Mit 15.500 Flüchtlingen, seit Beginn des Konflikts, liegt Armenien laut UNHCR (Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen) und Regierungszahlen oben auf in der Liste der Nicht-EU-Länder, die Migranten syrischer Herkunft aufnehmen (im Verhältnis zur Bevölkerung).

Die Massenankunft wurde mit Nachdruck als „Heimkehr“ nach Armenien bezeichnet. Hier, in einem Land, in dem nationale Identität als Teilhabe Inländischer und in der Diaspora lebender Armenier gesehen wird.

Die Solidarität mit Syrischen-Armeniern in Armenien ist bedeutend, doch die Regierung hat Schwierigkeiten Tausende aufzunehmen und zu integrieren. Obwohl das Schuljahr in Armenien bereits am 1 September startete, „versuche Armenien nach wie vor auszumachen, wie viele Syrisch-Armenische Kinder die Schule besuchen werden“, so berichtete die Ministerin für Diaspora Hranush Hakobian an Armenpress.am am 16 September.

Hakobian schätzt das rund 15.000 Syrer armenischer Herkunft nach wie vor in Syrien verbleiben. In Aleppo, einem traditionellen Dreh- und Angelpunkt Syrischer Armenier, sei das Armenische Konsulat laut Tigran Kevorkian, dem armenischen Konsul, die noch einzig funktionierende diplomatische Mission. Drei mal in der Woche fahren Diplomaten nach Kessab und Latakia um die Syrischen Armenier mit konsularischen Leistungen zu versorgen. So berichtet Kevorkian kürzlich an News.am.

Durch Beschuss des armenischen Viertels Nor Gyugh in Aleppo, seien Kulturstätten der Diaspora völlig zerstört worden, berichtet Kevorkian und fügte hinzu, das Konsulat evakuiere Wertgegenstände kulturellen Erbes in den Libanon und Armenien. Er ergänzte, dass das Büro nach wie vor freie Visa für Syrisch-Armenische Bewerber aushändige.

Sollte die Lage sich nicht verbessern, so erwartet Armenien einen weiteren Zulauf syrischer Migranten. Der Aufbau eines „New Aleppo“, einer Wohnresidenz in der Nähe der Armenischen Hauptstadt Yerevan gehört zu den Projekten die Armenien in Erwägung zieht um die Neuankünfte willkommen zu heißen.

Bericht übersetzt aus: eurasianet.org TAMADA TALES September 18, 2015 – 9:56am, by Giorgi Lomsadze

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