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Was haben ein Literatur Camp in Bonn und Headbanging gemeinsam? Das will ich Euch erzählen. Ein etwas abwegiger Vergleich, ich gebe zu, aber es lässt sich leicht erklären. In beiden Fällen treffen Menschenmassen zusammen und teilen uneingeschränkt eine Leidenschaft.

Beim Headbanging ist es die Leidenschaft für Metal, die durch ekstatische Kopfbewegungen dargeboten wird. Beim LitCamp Bonn ist es die Leidenschaft für Literatur, die sich durch hektisches Fingertippen auf Smartphones erkennbar macht.

Zudem wird in beiden Fällen der Kopf stark beansprucht.

Am 08. April war ich auf dem ersten LiteraturCamp in Bonn (#LitCampbn17)  und im Anschluss zum ersten Mal auf einem Metal Konzert (#haykocepkin), warum ich das Camp auch leider früher verlassen musste.

Es war nicht mein erstes BarCamp, daher hatte ich zumindest Vergleichsmöglichkeiten. Ein Zeichen für ein erfolgreiches Camp war nicht zuletzt der Ausverkauf der Karten. Ich muss sagen, die Organisatorinnen (Frauenpower: Uschi Fuchs, Christine Krauß und Ute Lange -> http://literaturcampnrw.de/das-team/) haben eine tolle Arbeit geleistet. Von der Webpage mit allen Informationen, bis hin zur Organisation vor Ort, der Verpflegung und der Locationwahl hatte das ehrenamtliche Dreier-Frauengespann alles im Griff. Und nicht zu vergessen die Sponsoren der Superlative 😉

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Anders als bei anderen Camps mit den gewohnten 3# hatte man sich für eine alternative Vorstellungsrunde entschieden:

  1. „Literatur interessiert mich, weil…“,
  2. „Ich lese gerade…“
  3. und „Mich beschäftigt gerade…“

 

Da ich gerne und viel rede 🙂 war das für mich sehr passend. Aber bei so vielen Campneulingen, wie an diesem Tag anwesend waren, hätte man sich vielleicht aus Zeitdruck doch für die gewohnte Variante entscheiden sollen, auch wenn ich dann nicht so viel über jeden Einzelnen Teilnehmer erfahren hätte. Die Teilnahme an der Sessionplanung war erstaunlich rege. Es wurden unheimlich viele tolle Themen angeboten. Ich war wirklich hin- und hergerissen.

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Erste Session – „In 9 Schritten zum verrückten, kreativen Buchcover/ & – titel“

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Auch ich habe in meiner Funktion als StoryAtelier eine Session angeboten: „In 9 Schritten zum verrückten, kreativen Buchcover/ & – titel“.

Dazu haben wir ein Kinderspiel als Vorlage verwendet und daraus ein Assoziationsspiel gestartet. Es wurden Blankoblätter an alle Teilnehmer verteilt. In mehreren Runden wurden Aufgaben gestellt und nach jeder Runde wurde das Blatt an den Linken Sitznachbar weiter gereicht:

1. Runde: Genre und Thema eines Buches aufschreiben; 2. – 3.  Runde: Assoziationen zu dem Genre und Thema aufschreiben; 4. Runde: Einen Heldennamen erfinden, seine Superkräfte (bzw. besondere Charaktereigenschaften) und seinen Wohnort bestimmen; 5. Runde: ein alltägliches Problem aufschreiben;  6. Runde: Einen Autorennamen erfinden; 7. Runde: 3 Wörter einkreisen, die einem besonders gut gefallen und damit einen Romantitel erfinden; 8. Runde: einen Klapptext mit Hilfe der 3 eingekreisten Wörter, dem Helden und dem alltäglichen Problem schreiben.

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Da diese Idee quasi am selben Tag entstand, war sie noch etwas holprig, das muss ich zugeben, aber die Ergebnisse waren wunderbar kreativ und teilweise wirklich so schön geschrieben, dass ich hoffe es entstehen Romane daraus ;-). Die Zeit war knapp und geschafft haben wir es bis zum Titel, Autorennamen, Heldennamen und Klapptext (immerhin). Das visuelle Gestalten des Titelbildes haben wir leider nicht mehr geschafft. Aber für die, die gerne wüssten, wie wir das gemacht hätten: Um das Cover zu gestalten, wären wir ähnlich vorgegangen. In der 9. Runde sollten die Blätter insgesamt 3x weitergereicht werden. Im ersten Schritt sollte der Ort des Geschehens gemalt werden, im zweiten Schritt eine Person, die im Geschehen involviert ist und im letzten Schritt sollte ein Gegenstand passend zum Buchtitel gemalt werden.

Wir hatten eine Menge Spass 🙂 und ich glaube die Teilnehmer waren happy mit dem Ergebnis.

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Zweite Session: Witzig in 140 Zeichen. #GAGSCHREIBEN mit @renatecoch:

Kabarettistin und Diplom-Psychologin Renate Coch wollte uns davon überzeugen, dass jeder witzig sein kann und das in 140 Zeichen. Passend für Tweeds zu jedem Thema.

Das Ziel war, dass jeder lacht…und zwar nicht über Einen! Bildschirmfoto 2017-04-10 um 13.51.15.png

Ich war etwas skeptisch, aber es funktioniert, Wenn man sich an 8 Gebote hält:

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Die Gags waren intelligent, knackig und alles andere als peinlich. Bei vielen spielte Situationskomik mit, vor allem, als Blasmusik durch die Fenster drang, es ging um Alltagsprobleme, wie die Verspätung der Deutschen Bahn, aber viele beschäftigte scheinbar das #LitCamp selbst, die vielen tollen Eindrücke und die vielen neuen Gesichter.

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-> beruhigend zu wissen, dass nur jeder 10 Gag lustig sein muss!!

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Mittagspause:

In der Pause tummelten sich alle und tauschten sich nett aus, aßen und plauderten über die letzten Sessions. Ich habe eine Leseprobe mit Autogramm von Vera Nentwich ergattert, Autorin mit Humor. Eine tolle Entdeckung für mich ist Veras Eierkuchen-TV. Ein Youtubekanal mit Humor und Tiefgang.

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Dritte Session: Vernetzung mit @StephKatBr:

Meine liebste Session war die dritte und leider meine letzte für den Tag.

Stephanie, dessen Blog ich gerade verschlinge (https://www.kleiner-komet.de) lud zur Vernetzung ein. Sie stellte uns ihr #projektbücherschrank und #Wanderbuch vor. Die Tage waren bisher zu kurz um alle Blogbeiträge zu lesen aber mein bisher liebster Beitrag von ihr ist „Modernes Fernsehen und das Familienleben“ weil mich persönlich dieses Thema beschäftigt.

Ich lernte noch weitere tolle Bloggermenschen und Schreiberlinge kennen. Unter Ihnen:

Nise und Martin, die ganz mutig mit Ihren zwei Wonneproppen kamen. Nise schreibt tolle Buchrezensionen. Und da die beiden aus Köln kommen und auch noch meine Fantasieleidenschaft teilen, ergibt sich bestimmt das ein oder andere Treffen….hoffe ich zumindest 🙂

Anna schreibt als Buchstabenträumerin Rezensionen, Buchtipps, News aus der Bloggerszene. Als Mutter liest sie ausserdem gerne Kinderbücher und möchte diese Leidenschaft ihrer Tochter weiter geben. Ganz besonders gut gefallen mir die  Montagsfragen. Ein Kinderbuchtausch und nachträglichem Austausch fänd ich mal spannend??

Bartel war mir auf Anhieb sympathisch, nicht zuletzt weil er „Fools on the Hill“ kennt 😉 Auf Metaphernpark schreibt er über Kinderbücher, Science Fiction und manchmal Happy Ends ;-). Besonders toll ist auf der Seite das ScieFi Forum. Aber er schreibt auch selbst und gibt Bücher heraus.

Last but not least Silvia. Die auf http://leckerekekse.de mit ihrer Freundin Astrid Bücher liest, über sie schreibt und ab und zu Kekse backt. Habt Ihr es schon mal mit einem Macarons- oder Éclaire-Rezepte ausprobiert. Ich teile gerne meine Rezepte mit Euch 🙂

Nach der Vorstellungsrunde war klar, wir müssen etwas gemeinsam machen und gründeten spontan und kurzer Hand „Die Bücherschrank-Büchercrew“. Stephanies Idee folgend, jeden Monat ein Buch aus einem Bücherschrank zu nehmen, eine Rezension darüber zu schreiben und mit einer Widmung oder Nachricht zu versehen und zurück zu stellen, gingen wir  zum nächstgelegenen Bücherschrank und griffen uns alle ein Buch heraus. Ich weiss nicht mehr wer es für mich rausgefischt hat, aber ich lese jetzt, wer hätte das gedacht im Original „L’île aux trente cercueils“ (Die Insel der dreißig Särge), ein Buch aus der Arsèn Lupin Reihe von Maurice Leblanc. Ich muss zu meiner französischen Schande gestehen, dass ich noch nie ein Arsène Lupin gelesen habe.

Eins steht für mich fest: Auf jedem BarCamp sollte mindestens eine Vernetzungssession angeboten werden. Ich hoffe wir bleiben in Kontakt und ich freue mich darüber, mich bald über die Bücher auszutauschen, die wir aus dem Bücherregal gezogen haben.

Nach dem Spaziergang mit der Crew, musste ich leider schon weg. Aber dank Twitter, konnte ich ja noch alles mitverfolgen. Und die Zusammenfassungen vieler Teilnehmer ist so ausführlich, dass ich das Gefühl habe, dabei gewesen zu sein.

Danach gings ab zum Haiko Cepkins Konzert. Dem Cousin meines Mannes. Es war also ein Familientreffen der besonderen Art.

Hier ein paar Eindrücke des Konzerts:

 

Um 2:00 Uhr war ich erst zu Hause und hundemüde, hatte mir aber geschworen, die ersten zwei Seiten für #projektbücherschrank zu lesen. Die erste Seite barg direkt ein kleines Geheimnis: eine persönliche Widmung. Ich muss herausfinden, wer Pascal Dondey ist…

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FAZIT:

Ich hatte einen tolle Tag mit vielen neuen Bekanntschaften und vor allem vielen neuen Eindrücken. #buchcoverin9Schritten #projektbücherschrank und #headbanging. In mir ist der Wunsch jetzt noch größer, immer wieder mal Neues auszuprobieren, zum Beispiel vielleicht auch mal auf meinem Blog selbst Buchrezensionen zu schreiben. Mal schauen…

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4 Kommentare zu “#LitCampBN17 und Headbanging

  1. Danke für deinen schönen und ausführlichen Rückblick!
    „Eins steht für mich fest: Auf jedem BarCamp sollte mindestens eine Vernetzungssession angeboten werden.“
    Geht mir ganz genauso, es hat viel Spaß gemacht, die Leute persönlich zu treffen und mehr über ihre ihre Motivation zum Schreiben, Bloggen zu erfahren 😉 Freue mich schon auf unser Bücherschrank-Projekt! Beste Grüße – Bartel

    Gefällt mir

  2. Pingback: Ein Barcamp für Bücherwürmer, Einhörner, Autoren, Verlage und alle die lesen können - LitcampBN17 ⋆ Kleiner Komet *Willkommen in meiner Welt der Geschichten*

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